Deutschland und die Niederlande kämpfen gleichermaßen mit den Konsequenzen von Ressourcenknappheit. Ressourcen-Pooling soll daher helfen, dennoch eine bestmögliche Krankenversorgung zu gewährleisten, Verschwendung zu minimieren und Effizienz zu maximieren. Ziel des mit 1,2 Millionen Euro geförderten Interreg-Projekts ist, länderübergreifenden Ressourcenaustausch zu ermöglich und somit die Herausforderungen der Ressourcenknappheit zu überwinden. Im Zuge dessen entwickeln die beteiligten Partner University of Twente, Universität Münster, UKM, NovioQ und Acute Zorg eine digitale Plattform, um die Prozesse effizienter zu gestalten und die grenzübergreifende Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern.

Im Gesundheitswesen wächst der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit. Genau hier setzt das ELFI-Projekt an: Es ergänzt bestehende medizinische Entscheidungshilfen um Informationen zur Umweltbelastung von Behandlungen. Bisher zeigen diese vor allem Wirksamkeit und Risiken – künftig sollen auch Umweltaspekte eine Rolle spielen.
So können Patientinnen und Patienten gemeinsam mit ihren Ärztinnen und Ärzten fundierte Entscheidungen treffen, die nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern auch umweltbewusst sind. Gleichzeitig werden Fachkräfte dafür sensibilisiert, ressourcenschonendere Behandlungsoptionen zu berücksichtigen.
ELFI untersucht dafür typische Behandlungen bei häufigen, nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen – zum Beispiel Lebensstiländerungen, Medikamente, Physiotherapie oder Operationen – und bewertet deren Umweltwirkung. Besonders belastende Faktoren wie Energieverbrauch oder Abfall werden gezielt identifiziert.
Ziel ist es, praktische Lösungen für den Klinikalltag zu entwickeln, etwa in Form von Entscheidungshilfen und Checklisten. Durch die enge Zusammenarbeit von Partnern aus verschiedenen Ländern entsteht so ein nachhaltiger Ansatz für ein umweltfreundlicheres und zukunftsfähiges Gesundheitswesen.

Chronische Totalverschlüsse (CTOs) sind vollständig verstopfte Blutgefäße und können schwerwiegende Folgen haben. Jährlich führen sie weltweit zu vielen Todesfällen und Komplikationen.
Das ORION-Projekt entwickelt ein neuartiges Robotersystem, das die Behandlung dieser Gefäßverschlüsse sicherer und einfacher machen soll. Statt wie bisher starre Drähte manuell durch die Gefäße zu schieben, steuert ein Roboter einen flexiblen Mikrokatheter präzise durch das Gefäß. Dabei nutzt das System CT-Bilder und Röntgendaten, um den besten Weg in Echtzeit zu berechnen.
Erste Tests zeigen vielversprechende Ergebnisse: weniger Komplikationen, kürzere Eingriffe und deutlich geringere Strahlenbelastung für Patientinnen, Patienten und medizinisches Personal.
Ziel des Projekts ist es, die Technologie innerhalb von drei Jahren zur Marktreife zu bringen. Gleichzeitig stärkt ORION die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen und fördert Innovationen in der Medizintechnik.

 
 
 
 
 
 
 
Kontakt

Dr. med. Vincent Roman Hofbauer
Leiter UKM International
Oberarzt und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

UKM International
Domagkstraße 11
D - 48149 Münster

ipm@ukmuenster.de
ukm-international.de

Tel: +49 251 83-5 78 98

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